Cookie Consent Manager
Geo-Targeting
Premium-Funktion.
Consent-Pflicht gilt nicht überall gleich. Mit Geo-Targeting entscheidet der Shop anhand des Besucherlandes, ob der Banner überhaupt erscheint — und ob als Opt-In oder als Opt-Out-Hinweis.
Rechtlicher Hinweis: Geo-Targeting ist eine Optimierung, keine Rechtsberatung. Wenn Sie unsicher sind, welche Regelung für Ihre Märkte gilt, bleiben Sie beim Modus Banner immer anzeigen. Er ist die sicherste Option und die Voreinstellung.
Schritt 1: GeoLite2-Datenbank besorgen
Die Zuordnung IP → Land erfolgt lokal. Es verlässt kein Request den Server, und es wird kein Drittanbieterdienst kontaktiert. Dafür wird die kostenlose MaxMind-Datenbank benötigt:
- Kostenloses Konto auf
maxmind.comanlegen. - Unter Download Databases die GeoLite2 Country im Format MMDB herunterladen.
- Archiv entpacken — Sie brauchen die Datei
GeoLite2-Country.mmdb.
Schritt 2: Datenbank ablegen
Legen Sie die Datei in eines der beiden Standardverzeichnisse relativ zum Shopware-Projektverzeichnis:
files/geolite2/GeoLite2-Country.mmdb
config/geolite2/GeoLite2-Country.mmdb
Liegt sie dort, findet das Plugin sie automatisch — das Feld Pfad zur MaxMind GeoLite2 Länder-Datenbank bleibt leer. Andernfalls tragen Sie dort einen absoluten Pfad oder einen Pfad relativ zum Projektverzeichnis ein.
Der Webserver-Benutzer muss die Datei lesen dürfen. Halten Sie sie aktuell — MaxMind veröffentlicht wöchentlich neue Ausgaben; eine veraltete Datenbank ordnet neue IP-Bereiche falsch zu.
Schritt 3: Modus wählen
In der Plugin-Konfiguration unter Geo-Targeting (Premium) → Banner-Anzeige nach Region:
| Modus | Verhalten |
|---|---|
| Banner immer anzeigen | Voreinstellung. Der Banner erscheint für alle Besucher:innen. Sicherste Option. |
| Banner nur für EU-/EWR-Besucher anzeigen | In consent-pflichtigen Ländern normaler Opt-In-Banner. Außerhalb: kein Banner, alle Scripts laden sofort. |
| Smart: Opt-In für EU, kleiner Opt-Out-Hinweis sonst | In consent-pflichtigen Ländern normaler Opt-In-Banner. Außerhalb: Scripts laden sofort, aber eine kleine Hinweisleiste erlaubt den Widerspruch. |
Schritt 4: Länderliste prüfen
Das Feld Länder mit Consent-Pflicht bleibt normalerweise leer — dann gilt die eingebaute Liste: EU-27 + Island, Liechtenstein, Norwegen und das Vereinigte Königreich.
Wollen Sie davon abweichen, tragen Sie kommagetrennte ISO-3166-Alpha-2-Codes ein, zum Beispiel:
DE, AT, CH, FR, IT, GB
Die eingetragene Liste ersetzt die eingebaute Liste vollständig — sie ergänzt sie nicht.
So wird das Land ermittelt
Die Erkennung läuft in dieser Reihenfolge:
- Angemeldete Kund:innen — es gilt das Land der Lieferadresse. Das ist genauer als jede IP-Zuordnung.
- Alle anderen — Lookup der Client-IP in der GeoLite2-Datenbank.
- Kein Ergebnis — wenn die IP privat ist, die Datenbank fehlt oder die Adresse nicht enthalten ist, gilt das Land als unbekannt und der Banner wird angezeigt.
Dieser Fallback ist bewusst so gewählt: Im Zweifel wird gefragt, nicht getrackt.
Typische Stolpersteine
- Reverse Proxy oder CDN — steht Varnish, ein Load Balancer oder Cloudflare davor, sieht Shopware ohne Konfiguration die IP des Proxys statt die der Besucher:innen. Setzen Sie
trusted_proxiesin der Shopware-Konfiguration, sonst landen alle im gleichen „Land“ oder im Fallback. - HTTP-Cache — der Banner wird serverseitig gerendert. Achten Sie darauf, dass die Cache-Strategie das Ergebnis nicht über Ländergrenzen hinweg wiederverwendet. Im Zweifel den Modus Banner immer anzeigen nutzen.
- Lokale Tests — aus dem eigenen Netz kommt eine private IP. Das Ergebnis ist immer der Fallback (Banner sichtbar). Zum Testen einen externen Zugang oder ein VPN verwenden.
- Kein Premium aktiv — ohne den In-App-Kauf ist Geo-Targeting inaktiv und der Banner erscheint immer.
- Datenbank fehlt — ohne lesbare
.mmdb-Datei greift ebenfalls der Fallback. Das ist kein Fehler, aber das Geo-Targeting hat dann keine Wirkung.
Zusammenspiel mit Google Consent Mode
Geo-Targeting steuert nur, ob gefragt wird. Wollen Sie zusätzlich unterschiedliche Google-Defaults je Region setzen, nutzen Sie Region-spezifische Defaults im Bereich Google Consent Mode & Tracking. Beide Funktionen lassen sich kombinieren.